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Wie wir unsere "Glaubensbubble" erweitern

Autorenbild: Chahira Gadermann
Chahira Gadermann
27. Aug.
4 Min. Lesezeit

Wie im letzten Blogbeitrag beschrieben, ist es meist gar nicht so einfach nur anhand von Affirmationen einen Glaubenssatz, der uns nicht (mehr!) dient abzulegen und durch einen nützlicheren zu ersetzen.

Die Ausnahme hierzu sind Glaubenssätze, die uns relativ leicht glaubbar erscheinen. Ich stelle mir hierzu vor, dass wir alle wie eine Blase um uns herum haben - die "Glaubensbubble", wie ich sie getauft habe. Innerhalb der Blase befinden sich Glaubensätze, die wir für vielleicht aktuell nicht wahr, aber doch sehr gut möglich halten. Alles was innerhalb unserer Glaubensbubble ist, lässt sich anhand mit Affirmationen leicht verändern, bzw. eigentlich ist es so, dass wir eher mithilfe der Affirmationen unsere Glaubensbubble erweitern. Und das ist gut, denn alles was außerhalb unserer Glaubensbubble ist, wird ziemlich schwierig nur mit standardmäßigem Affirmieren zu verändern sein.

Die Glaubensbubble enthält immer das, was wir grundsätzlich zu glauben bereit sind.
Die Glaubensbubble enthält immer das, was wir grundsätzlich zu glauben bereit sind.

Als Beispiel: Wenn du aktuell 7000€ monatlich einnimmst, dann ist es zwar nicht wahr, dass du 10.000€ jeden Monat an Einnahmen hast, aber der Sprung ist nicht so groß. Du bist also vermutlich viel eher in der Lage, durchaus zu glauben, dass das sehr möglich und auch wahrscheinlich ist, dass du diese Summe als Monatseinkommen erreichst, als jemand, der seit 20 Jahren konstant immer 2500€ verdient. Für dich ist der Satz "Ich verdiene monatlich 10.000 € !" innerhalb deiner Glaubensbubble, für den anderen Menschen nicht.

Du könntest also relativ einfach mit der Affirmation "Ich verdiene monatlich 10.000 €!" arbeiten ohne dass der "Untermieter" sich wehrt, bzw. in uns ein Widerstand entsteht. (Zum Konzept des Untermieters schau dir gerne meinen letzten Blogbeitrag an.)

Für den anderen Menschen wäre das hier allerdings nicht sehr erfolgsversprechend. Der Widerstand wäre zu stark, und mit jedem weiteren Affirmieren mit verstärkt werden und mitwachsen.

Wie könnte man in diesem Fall also vorgehen?

Wichtig ist ja nun, dass wir den Widerstand gegen die Affirmation reduzieren, sodass wir eher in der Lage sind, sie zu glauben. Oder, wie Esther Hicks sagt, (auch hier, s.letzten Beitrag) dafür zu sorgen, dass sich das Karussell langsamer dreht.

Man könnte nun hergehen, und die Affirmation so formulieren, dass sie den Erfolg einfach zeitlich nach vorne verschiebt. (Irgendwann verdiene ich 10.000€ )- damit würde sie mit Sicherheit glaubwürdiger werden für unser Unbewusstes. Irgendwann könnte schließlich schon die Möglichkeit entstehen, die 10.000€ zu verdienen - das könnte also durchaus innerhalb der Glaubensbubble sein.

Hierzu ist allerdings erstmal wichtig, festzuhalten, dass es prinzipiell sinnvoll ist, eine Affirmation im Präsenz zu sprechen, da unser Unbewusstes den Erfolg sonst immer weiter nach vorne verschiebt. Es begreift nur den gegenwärtigen Moment als wahr, und wenn du nun affirmieren würdest: "Ich werde irgendwann 10.000 € jeden Monat verdienen!" würde zwar nicht so viel Widerstand entstehen, wie bei demselben Satz im Präsenz gesprochen, aber es würde dir den Erfolg immer erst irgendwann ermöglichen - ergo nie!

Entsprechend ist diese Variante des Widerstandeduzierens nicht sonderlich sinnvoll.


Eine bessere Lösung wäre es hier, etwas Prozessuales daraus zu machen. Wenn du affirmierst "Ich bin auf dem Weg immer mehr Geld zu verdienen!" dann ist der Widerstand vermutlich auch schon deutlich geringer.

Übrigens sind Standardaffirmationen genau dafür, wie ich finde, sehr nützlich: Wir können feststellen, wie stark unser Widerstand ist und ihn auch skalierbar machen.

Einfach, indem wir den Glaubenssatz sprechen und auf einer Skala von 1-10 festlegen wie doll wir den Widerstand spüren. Und, nein, da kommt es nicht auf Genauigkeit an. Eher auf ein ungefähres und spontanes Gefühl. Vertrau dem ersten Impuls da ruhig.

Wenn die Standardaffirmation (in unserem Beispiel "Ich verdiene monatlich 10.000 €!" also einen Widerstand von zb. 8-9 in dir auslöst, dann merk dir diese Zahl. Vielleicht schreibst du sie dir sogar auf.

Dann könntest du die Affirmation sprechen:  "Ich bin auf dem Weg, immer mehr Geld zu verdienen!" und schaust auch hier, gibt es noch einen Widerstand, und wenn ja, wie stark ist der? Auch den könntest du dir aufschreiben.

Wenn es keinen Widerstand gibt an dieser Stelle, dann kannst du mit der Affirmation in Ruhe eine Weile arbeiten.

Arbeiten heißt konkret, du kannst sie immer wieder nebenbei sprechen, laut oder in Gedanken, so oft du magst - je häufiger desto schneller ist der Veränderungsprozess, aber besser ab und zu, als gar nicht. Oder auch, du könntest dir die Affirmattion aufschreiben, dir eine bestimmte Anzahl an Wiederholungen ausdenken und die mal eine Weile jeden Tag schreiben. Zwischendurch kannst du dann alle paar Tage die Ursprungsaffirmation sprechen, und schauen, ob sich der Widerstand schon verringert hat. Dann weißt du, dass du auf dem richtigen Weg bist! Wenn der Widerstand dann irgendwann vollständig aufgehoben ist, kannst du mit der Ursprungsaffirmation weiterarbeiten.

Wenn nun allerdings auch der Satz: "Ich bin auf dem Weg immer mehr Geld zu verdienen!" in dir noch einen Widerstand ausgelöst hat, dann skalier, wie gesagt, auch hier den Widerstand und dreh das Karrusell noch etwas langsamer, indem du die Affirmation noch mehr runterdimmst auf "Es fällt mir immer leichter, daran zu glauben, dass ich auf dem Weg bin, immer mehr Geld zu verdienen!"

Und arbeite erstmal mit diesem Satz, und überprüf auch hier zwischendurch den Widerstand auf den Satz "Ich bin auf dem Weg immer mehr Geld zu verdienen!". Wenn der Widerstand dann irgendwann aufgelöst ist, kannst du dann erst mit diesem Satz weiterarbeiten, und dann wenn auch hier kein Widerstand mehr übrig ist, mit der Ursprungsaffirmation.

Das ist eine sichere Art mit Affirmationen zu arbeiten, ohne dass du das Gefühl hast, dir etwas einzureden, was ja ohnehin nicht stimmt.  Denn nichts anderes ist der Widerstand letztlich, als das Gefühl, was ich mir da erzähle ist nicht stimmig.

Wenn der Widerstand erstmal aufgelöst ist, dann fühlt sich eine Affirmation wirklich gut an! Und wird leicht und gut für dich funktionieren.

Mit dieser Art zu arbeiten erweiterst du deine Glaubensbubble und kannst deinem Unbewussten eine klare Ansage machen, was du als wahr erachten möchtest. Das Unbewusste versteht die Ansage dann als deine Wahrheit und wird jede Menge Wege finden, sie in die Realität umzusetzen. Es kann gar nicht anders, denn unser System erträgt keine Dissonanz zwischen der gefühlten Realtität und der im Außen wahrgenommenen Realität.


Natürlich ist unser Beispiel ziemlich profan, und es gibt deutlich kompliziertere Sachverhalte. Für so einfache Belange wie Geld oder alles andere Materielle funktioniert diese Technik allerdings ziemlich gut.


Ich hoffe, du kannst etwas mit der Technik anfangen.

Lass mich sehr gern wissen, wenn dir da irgendwas noch unklar geblieben ist.


In meinem nächsten Blogbeitrag zeige ich dir dann noch eine andere Technik, die auch für etwas komplexere Sachverhalte gut funktioniert.


Liebe Grüße,


Chahira



 
 
 

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